Interview Tabea Maurina

1. logo-ausstellungWer bist Du? Seit wann bist Du beim Jugendtanztag dabei und erinnerst Du Dich an Deinen ersten Jugendtanztag?

Ich heiße Tabea Maurina und bin dieses Jahr auch wieder beim Jugendtanztag dabei (das 8. oder 9. Mal mittlerweile). Seit einigen Jahren trainiere ich 3 Gruppen im Haus der Jugend, eine tanzt im Kinderteil und die anderen beiden im Jugendteil. Natürlich tanze ich selbst auch, in der Jazzgruppe von Uschy und bei den „AlphaBeats“.
An meinem ersten Jugendtanztag (jedenfalls der ersten, an den ich mich erinnere) waren wir als Aliens verkleidet. Unsere Kostüme waren sehr schräg und in Lederoptik, das hieß in dem Fall schwarz-weiß und glänzend. Außerdem hatten wir, und das war eigentlich das schrägste, alle einen Pferdeschwanz, den man mit Alufolie wie eine Antenne senkrecht nach oben befestigt hat.

2. Was fällt Dir spontan ein, wenn Du an den Jugendtanztag denkst?

Wenn ich an Jugendtanztag denke, kommt mir als erstes das Gefühl in den Sinn, wenn man auf oder hinter der Bühne sitzt und weiß, dass der Tanz gleich anfängt. Das ist der Moment, in dem ich immer denke, dass ich gar nichts mehr kann und alles vergessen werde. Und dann steht man auf, der Kopf ist wie leergefegt, aber man tanzt trotzdem die ganze Choreografie durch.
Ich erinnere mich aber insgesamt an ganz viele schöne Momente, an meine zweite HipHop Show zum Beispiel oder als wir das erste Mal Partner-Stücke mit den Jungs getanzt haben. Natürlich auch als die erste selbst trainierte Gruppe auf der Bühne stand und ich als Trainerin vorgestellt wurde!

3. Wie läuft ein Jugendtanztag bei Dir ab?

Ein Jugendtanztag fängt bei mir immer stressig an, weil ich meine Tasche packen muss mit Kostüm, Make-Up und all den anderen Dingen, die ich den Tag über brauchen werde.
Um 12.00 Uhr, in der Stadthalle angekommen, ist meistens schon sehr viel los, der Tänzereingang an der Seite steht offen und die Kleineren suchen nach der Anmeldung ihre Umkleiden. Ich lege auch meine Sachen ab und helfe meinen Gruppen in der Umkleide; das ist so der Punkt, wo es mit der Nervosität losgeht. Jeder braucht sein Kostüm, die richtige Frisur und das richtige Make-up, hier muss etwas gerichtet, da ein Gruppenfoto gemacht werden und mit Hilfe der Helfermamas und -papas wird kurz vor dem Auftritt der Lippenstift nachgezogen (weil natürlich doch alle wieder Gummibärchen gegessen haben). Dann bringen wir die Gruppen nach unten neben die Bühne, ich bin genauso aufgeregt wie die Kinder selbst und natürlich extrem stolz wenn sie auf der Bühne stehen! Hinterher muss ich mich auch schon selbst fertig machen, wir üben nochmal zusammen im Foyer und dann geht es auch schon auf die Bühne. Wenn der Tanz zu Ende ist und wir wieder von der Bühne müssen, will ich eigentlich immer gleich nochmal tanzen.
In der Pause vor dem Contest habe ich Zeit zum Essen, Ausruhen und mich mit Familie und Freunden unterhalten, die zum Zuschauen gekommen sind.
Der Auftritt im Contest macht immer sehr viel Spaß, die Stimmung in der Halle ist unfassbar und ganz anders als mittags. Nach dem HipHop Contest wird dann aufgeräumt, oft ist das schon nach 0 Uhr und zuletzt stoßen wir noch auf den gelungenen Tag an und schauen, dass alle in die Stadt kommen, um gemeinsam zu feiern.

4. Welche Personen prägen für Dich Dein Jugendtanztag-Erlebnis?

Ganz wichtig an den Jugendtanztagen ist für mich meine Familie, vor allem meine Mama, die nicht nur bei jedem Auftritt da ist, sondern mir auch alles hinterherbringt, was ich morgens vergessen habe (und das passiert ehrlich gesagt jedes Mal).
Aber vor allem wäre kein Jugendtanztag möglich ohne Uschy! Es ist immer wieder unglaublich, wie sie alles koordiniert, nicht nur am Jugendtanztag, sondern auch an den Proben. Und trotz des Stresses, den sie vor jedem Jugendtanztag hat, hat sie immer ein offenes Ohr für einen!

5. Was macht die Musik am Jugendtanztag aus?

Musik ist natürlich ein wichtiges Thema für den Jugendtanztag.
Als Trainerin muss man Musik finden, die der Gruppe gefällt, nicht schon auf den letzten zwei Jugendtanztagen kam und auch nicht täglich hundert Mal im Radio läuft. Man muss sich ja auch eine Weile mit der Musik auseinandersetzen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Musik vom letzten Jahr, auf die wir unser Jazz-Stück getanzt haben. Sie wurde komponiert von Ferdinand Dehner, er hat mit sehr außergewöhnlichem Gesang und Instrumenten eine kleine Band zusammengestellt, das war echt sehr schön!

6. Was wünschst Du dem Jugendtanztag für die nächsten 30 Jahre?

Ich wünsche dem Jugendtanztag für die nächsten 30 Jahre, dass er bleibt wie er ist, zwar nicht aufhört, sich der Zeit anzupassen, aber trotzdem niemals sein Konzept verliert!