Interview mit R.W.

1. logo-ausstellungWas sind oder waren Deine Funktionen?

Angefangen hat es mit ein bisschen Kulissen bauen, Kinder zu Tanzaufführungen fahren und aufpassen, dass alle wieder heil nach Hause kommen. Als der Jugendtanztag und seine Kulissen immer umfangreicher wurden hat mich Uschy dann zum Kulissenbauer und -schieber „befördert“.

2. Wann genau warst Du dabei?

Als Zuschauer habe ich bereits den 1. Jugendtanztag erlebt, als Kulissenschieber bin ich seit etwa – genau weiß ich es nicht mehr – 18 Jahren dabei.

3. Was verbindest Du mit dem Jugendtanztag?

Ganz viel, doch vor allem ist der JTT eine, oder genauer die einzige, Veranstaltung in unserer Gegend, bei der sich Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichsten Schichten und Gegenden treffen und kennen lernen können, ohne dass ihnen jemand was „verkaufen“ oder sonst etwas aufzwingen will. Das gilt im Übrigen auch für die Eltern, wenn sie sich als Helfer beteiligen.

4. Wie sieht ein Jugendtanztag aus Sicht eines Helfers aus?

Für mich beginnt es in den Herbstferien mit dem Bau der Kulissen, und endet dann irgendwann sonntags zwischen 1 und 3 Uhr (nach dem Jugendtanztag), wenn die Bühne abgeräumt und die Stadthalle wieder klar Schiff ist.

5. Was weiß man als Helfer, was man als Zuschauer oder Tänzer nicht weiß?

Stell Dir einfach vor, Du jonglierst mit einer Götterspeise, das ist in etwa das, was ich jedes Jahr mache. Es fängt nicht selten mit Bühnenwünschen von Uschy an, für die uns entweder die Zeit oder das Geld, meistens aber beides, fehlt. Dann haben wir nur eine einzige Kulissenprobe, bei der oft nicht mal alle Helfer anwesend sind. Oft kommen die Kulissen kaputt, oder gar nicht, in die Stadthalle, so dass neben dem Bühnenaufbau auch noch Kulissen repariert oder, falls sie nicht mehr geholt werden können, irgendwie ersetzt werden müssen. Und natürlich sind alle Tänzer genervt von uns, weil wir sie von den guten Plätzen hinter der Bühne vertreiben müssen, damit wir unsere Einsätze nicht verpassen und schnell und unauffällig für sie das Bühnenbild umbauen können.

6. Welche Personen haben für Dich Dein Jugendtanztag-Erlebnis geprägt?

Alle, der Jugendtanztag ist eben authentisch. Die, über die ich mich geärgert habe, ebenso wie die, bei denen mir der Abschied jedes Jahr schwerfällt. Wobei Letztere immer mehr werden 😉

7. Was wünschst Du dem Jugendtanztag für die nächsten Jahre?

Dass er immer Leute findet, die gerne mit Götterspeise jonglieren, obwohl das „wissenschaftlich“ eigentlich gar nicht möglich ist.

8. Welche drei Worte würden den Jugendtanztag gut beschreiben?

Drei Worte finde ich nicht, aber einen Satz – von Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.