Interview Kathrin Zimmermann

  1. Was sind Deine Berührpunkte mit dem Jugendtanztag?logo-ausstellung

Ich habe selbst mitgetanzt, mit Sharon Luppold und Star Dubber, zum Beispiel waren wir mit der Gruppe „Exit“ mal Special Guest beim HipHop-Contest. Die Gruppe hatte vorher, quasi „vor meiner Zeit“, schon mal den ersten und zweiten Platz belegt, deshalb durfte sie nicht mehr antreten, aber mitgemacht haben wir so trotzdem. Aber vor allem war ich hinter den Kulissen tätig: ich hatte in Heidelberg eine Ausbildung zur Sozialpädagogin gemacht und habe deshalb im Haus der Jugend gearbeitet. So habe ich fast zehn Jahre lang die Bühnenassistenz gemacht, hier und da unterstützt und eben meine Kindergruppen vor dem Auftritt betreut und begleitet. Später habe ich auch HipHop-Gruppen trainiert, die „Untouchables“ und die „Alphabeats“ (die es übrigens immer noch gibt!).

  1. Was bedeutet der Jugendtanztag für Dich?

Lampenfieber. Und ganz, ganz viele aufgeregte, lachende Kindergesichter! Aber natürlich auch die wunderschönen Kostüme, die die Kinder selbst auch stundenlang beobachten konnten. Ach, eigentlich denke ich da an die Atmosphäre, die geherrscht hat und dass man endlich die Möglichkeit hatte, sich auszudrücken und zu zeigen, worauf man so lange hingearbeitet hatte.

  1. Hast Du konkrete Erinnerungen oder assoziierst Du spontan etwas mit dem Jugendtanztag?

Hm… ich erinnere mich noch daran, wie ich mit meiner ersten Kindertanzgruppe hinter der Bühne gewartet habe, das waren die Eulen in Uschys „Harry-Potter“- Stück. Aber ich muss auch immer sofort an die ganzen Personen denken, die meine Jugendtanztage begleitet haben. Übrigens sind das alles Bekanntschaften, die für mich immer noch große Bedeutung haben und Menschen, die mich immer noch begleiten. So hatte der Jugendtanztag für mich dann auch einfach viel mit Wiedersehensfreude zu tun später.  

  1. Wie sah ein Jugendtanztag für Dich aus? Wie war Dein Ablauf?

 Ich schätze, am eindrücklichsten war für mich der Vorraum hinter der Bühne, wo die Gruppen auf ihren Auftritt gewartet haben. Das veranschaulicht so ziemlich mein Jugendtanztag-Gefühl und da habe ich als Helferin viel Zeit verbracht. Man spürt die Aufregung, die sich durch das Zimmer zieht, man steht da und bewundert die Kostüme der Kinder, die zwar leise sein sollen, aber schon viel zu nervös dazu sind. Da herrscht ein großer Zauber im Raum.

Toll war auch die Leinwand, die einem gezeigt hat, was auf der Bühne passiert, damit man die Kinder rechtzeitig losgeschickt hat, denn vor allem war das für uns Helfer wie ein Fenster zur Welt, man war mitten in der Vorfreude und konnte die Auftritte trotzdem beobachten. Klar, die Bühne war auch wichtig für mich, aber da kriegt man ja nicht mehr so viel mit, wenn man oben steht (lacht).