Interview Beate Weber-Schuerholz

logo-ausstellungBeate Weber-Schuerholz, ehemalige Oberbürgermeisterin von Heidelberg (1990-2006)

 

  1. Könnte man sagen, der Jugendtanztag ist nicht nur als vergängliches Erlebnis, sondern auch für die Jugendlichen und die Jugendkultur insgesamt wichtig?

Das Erfreuliche am Jugendtanztag ist, dass er alle Jugendlichen aller Altersstufen und verschiedener Herkunft anspricht, dazu nicht nur die Aktiven, sondern auch die, die nur bewundern wollen oder sonst dazu gehören, vor allem Familien und Freunde/ Freundinnen.

 

  1. Was hat ihn besonders gemacht?

Besonders toll ist, dass er nun schon so viele Jahre junge Menschen dazu bewegt, sich mit aller Kraft, großer Begeisterung und viel Ausdauer auf dieses große Ereignis vorzubereiten.

 

  1. Was hat Sie aus der Sicht der Oberbürgermeisterin Frau Weber am Jugendtanztag interessiert?

Für eine Stadt ist es wichtig, dass es Ereignisse gibt, die auch Menschen ansprechen, die sonst nicht immer im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, dass Jugendliche eine Aufgabe haben, die ihnen Spaß macht und die sie fordert und dass der Jugendtanztag inzwischen fest in der Region verankert ist

 

  1. Was hat Sie ganz persönlich, als Beate Weber-Schuerholz, am Jugendtanztag interessiert?

Mich hat immer gefreut, dass von den ganz Kleinen bis zu den älteren Jugendlichen alle hier ihre Stärken, ihre Einsatzbereitschaft, ihre Durchhaltefähigkeit und ihr Können zeigen können – abseits  der schulischen Leistungen – und das seit vielen Jahren in der Stadthalle, einer Umgebung, die für hochklassige städtische Kultur berühmt ist, also in einer angemessenen Umgebung.

 

  1. Wie haben Sie den Jugendtanztag damals erlebt?

Wenn ich die Zeit und Möglichkeit hatte, länger dabei zu bleiben, habe ich immer zusätzlich zur Bühne auch gerne das Publikum beobachtet, die Eltern und Freundeskreise, die mit Spannung, Bewunderung, Begeisterung, Freude und Stolz und mit z.T. lautstarker Unterstützung auf die Leistungen ihrer Tänzerinnen und Tänzer reagierten.

 

  1. Was haben Sie von der Vorbereitung mitgemacht? Wie muss man sich das vorstellen: bekommt man als Oberbürgermeister den Jugendtanztag erst mit, wenn der Besuch ansteht?

Leider ja, aber dann habe ich mich gefreut, dass es schon wieder so weit war und dass Frau Szott wieder einmal alle Vorbereitungsarbeiten großartig bewältigt hat.

 

  1. Wie wurde der Jugendtanztag in der Stadtverwaltung bewertet?

Er war unumstritten, also gab es keine größeren Diskussionen mehr – ein gutes Zeichen!

 

  1. Gab es etwas, was Sie überrascht hat?

Am ehesten hat es mich überrascht, dass er über so viele Jahre seine Stärke, Spontaneität und Jugendlichkeit bewahren konnte und es immer neuen Nachwuchs gab.

 

  1. Was wünschen Sie dem Jugendtanztag für die Zukunft?

… Dass es gut weiter geht und dass sich immer wieder neuen Menschen finden,

die ihn inspirieren und nie langweilig werden lassen. Wir brauchen,

so glaube ich, keine Sorgen haben, dass sich nicht genügend Jugendliche

zum Mitmachen finden.